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Alkohol- und Drogenmissbrauch

13 September, 2006

Kontrolle als Pr?vention gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch
Alkohol, Drogen und Medikamente sind nicht nur auf der Stra?e ein Problem, sondern auch in den Betrieben. Auch der Weg zur Arbeitsstelle ist eine stetige Gefahr, auch wenn die Zahl der so genannten Arbeits- und Wegeunf?lle r?ckl?ufig ist. 2002 verunfallten 1 141 893 Menschen an der Arbeit oder dem Weg dorthin, 2004 waren es immer noch 992 777.

Der Grund f?r den R?ckgang liegt in der besseren Pr?vention, sagt Prof. Bernd Siegemund von der B.A.D. Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik. Doch weitere Ma?nahmen k?nnten in den Betrieben viel Geld sparen helfen.

Die meisten Betriebs- und Wegeunf?lle passieren samstags und sonntags, sagte der Experte bei einem Seminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates in Bonn. Es folgt der Freitag mit einigem Abstand. 72 Prozent der Unf?lle liegen in der Zeit in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr. Alkohol spielt dabei eine gro?e Rolle. Den Untersuchungen des B.A.D. zufolge liegt die Quote der Unf?lle unter Alkoholeinfluss nachts bei ?ber 40 Prozent. Es wird nicht nur gearbeitet an Wochenenden, sondern auch gefeiert. Beides vertr?gt sich nicht, das ist offensichtlich. Auch Fu?g?nger und Fahrradfahrer sind dabei in immer h?herem Ma? betroffen. Die Betriebe zahlen f?r das Fehlverhalten bares Geld: Alkoholkranke fehlen laut Siegemund 16 Mal h?ufiger am Arbeitsplatz, sind 2,5 mal h?ufiger krank und 3,5 mal h?ufiger in Unf?lle verwickelt als der gesunde Mitarbeiter.

Alkoholmissbrauch macht einen Mitarbeiter f?r zahlreiche T?tigkeiten ungeeignet. Wer mit reichlich Promille im Blut auf dem Bau mit gro?en Maschinen hantiert, gef?hrdet sich und andere. Die Firmen m?ssen das Bedenken, um Unf?lle zu vermeiden. Auch offene Hilfsangebote sollten kein Tabu sein. "Deshalb ist es sinnvoll, im Rahmen der betrieblichen Suchtpr?vention gemeinsam mit Gesch?ftsf?hrung, Arbeitnehmervertretung und allen Verantwortlichen eine einheitliche Vorgehensweise im Umgang mit alkoholgef?hrdeten/alkoholkranken Mitarbeitern festzulegen, Informationen zu erarbeiten, Aktionen und Ma?nahmen zu entwickeln und konsequent umzusetzen", empfiehlt Siegemund. F?r kleine Betriebe nahezu umm?glich, hier muss eine Art der freiwilligen gegenseitigen Kontrolle greifen. F?r Alkoholkranke sollte klar sein, dass ihr Missbrauch zu einer Abmahnung und in der Folge zur Entlassung f?hren kann. Doch dieses Bewusstsein fehlt in der Regel. Alkoholismus ist eine Krankheit, das offene Bekennen dazu ein Tabu. Alkohol ist per Definition keine Droge in den Augen vieler Menschen, der Konsum akzeptiert.

Anders ist beim Konsum von illegalen Drogen. Der nachweis ist leichter. Als hilfreich haben sich hier so genannte Screanings erwiesen, bei denen die Mitarbeiter zweimal pro Jahr auf Drogen untersucht werden. Die Mitarbeiter stellten sich darauf ein, die Quote der F?lle von Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz sank im exemplarisch geannten Betrieb auf Null, wie Siegemund berichtet. Rechtlich befinden sich die Arbeitgeber mit diesen Tests jedoch in einer Grauzone: Sie halten vor keinem Gericht stand. Die Frage, ob der "gl?serne Mitarbeiter" erw?nscht ist, steht rigorosen Kontrollen entgegen. Und Alkohol ist dabei v?llig au?en vor. Hier m?ssen die Betriebe verst?rkt ihren Beitrag leisten, um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu sichern. Quelle:Auto-Reporter.net


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