Verwarnungsgeld

Verwarnungsgeld

Verwarnungsgelder werden bei geringfügigen Verkehrsordnungswidrigkeiten verhängt.
In unserem Bußgeldkatalog finden Sie die Auflistung für die entsprechenden
Bußgelder von A - Z.

Verwarnungsgeld

Alle Geldstrafen zwischen 5 und 55 Euro sind Verwarnungsgelder. In der Regel soll das Verwarnungsgeld bei Fußgängern 5 Euro, bei Radfahrern 25 Euro betragen, sofern der Bußgeldkatalog nichts anderes bestimmt. Die genauen Regelsätze für die verkehrswidrigen Bußgeldern sind bei uns in Deutschland in einem bundesweit einheitlichen Bußgeldkatalog festgelegt.

Bei diesen Verwarnungen werden keine Einträge in das Fahreignungsregister in Flensburg gemacht. Sie werden auch nicht anderweitig registriert.

Für geringe Ordnungswidrigkeiten kann es sein, dass die entsprechende Behörde statt eines Bußgeldverfahrens ein Verwarnungsgeld verhängt. Der Betroffene kann dagegen vorgehen - es beginnt dann das übliche Verfahren bei Ordnungswidrigkeiten.

Seit 2002 ist der Verwarnungsgeldkatalog Bestandteil des Bußgeldkatalogs geworden. Die einzelnen Tatbestände sind jetzt in einem Katalog zusammengefasst.

Seit 01. Mai 2014 ist das neue Fahreignungsregister (FAER) gültig. Seit diesem Zeitpunkt ist die Obergrenze des Verwarnungsgeldes für Ordnungswidrigkeiten 55 Euro (davor 35 Euro) und die Eintragungsgrenze 60 Euro (davor 40 Euro).

Ob eine Straftat eingetragen wird oder nicht, hängt von zwei Voraussetzungen ab:

  • Die Bußgeld-Höhe muss die neue Eintragungsgrenze von 60 Euro erreichen.
  • Es muss eine Ordnungswidrigkeit sein, die in der Anlage 13 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV) aufgelistet ist. Das sind Straftaten, die die Verkehrssicherheit direkt beeinträchtigen.

Was viele Autofahrer nicht wissen:

  • Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro für unzulässiges Hupen.
  • Siehe hierzu den Auszug aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) in ihrem § 16: "Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben, wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt oder wer sich oder Andere gefährdet sieht."
  • Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro für das Nicht-Bilden der Rettungsgasse.

Die Neuregelung des Fahreignungsregisters richtet das Augenmerk auf die verkehrssicherheitsrelevante Verstöße.Es wurden nicht nur die Punkte reformiert, sondern auch einige Regelsätze mit der neuen Verordnung angehoben.

Dies betrifft folgende Verkehrsverstöße:

  • Rotlicht- oder Vorfahrtverstoß (von 50 € auf 70 €)
  • Fahren ohne Zulassung (von 50 € auf 70 €)
  • Zeichen eines Polizeibeamten nicht befolgt (von 50 € auf 70 €)
  • Behinderung von Rettungsfahrzeugen durch verbotswidriges Parken an Feuerwehrzufahrt (von 50 € auf 65 €)
  • Gefährdung der Fußgänger im Fußgängerbereich (von 40 € auf 60 € bzw. von 50 € auf 70 €)
  • Im Tunnel verbotswidrig gewendet (von 40 € auf 60 €)
  • Winterreifenpflicht missachtet (von 40 € auf 60 €)
  • Verstoß gegen Abmessung von Kraftfahrzeuge und Kfz-Kombinationen (von 50 € auf 60 €)
  • Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Gefahrgutfahrzeugen oder Kraftomnibussen mit Fahrgästen (von 40 € auf 60 €)
  • Parken an unübersichtlichen Stellen und Rettungsfahrzeug behindert (von 40 € auf 60 €)
  • Liegen gebliebenes Fahrzeug nicht richtig kenntlich gemacht (von 40 € auf 60 €)
  • Falsche Beleuchtung bei Nebel, Schneefall oder Regen (von 40 € auf 60 €)
  • Rechtswidriges Verhalten an Schulbussen (von 40 € auf 60 €, bei Gefährdung Anhebung von 50 € auf 70 €)
  • Kindersicherungspflicht missachtet (von 40 € auf 60 € bzw. von 50 € auf 70 €)
  • Verstoß gegen die Pflichten der Ladungssicherung und Personenbeförderung (von 50 € auf 60 €)
  • Unzulässige Fahrzeughöhe über 4,20 m (von 40 € auf 60 €)
  • Übermäßige Straßenbenutzung (von 40 € auf 60 €)
  • Schaffung von Verkehrshindernissen (von 40 € auf 60 €)
  • Zuwiderhandlungen gegen öffentlich angeordnete Verkehrsverbote (von 40 € auf 60 €)
  • Vollziehbaren Auflagen nicht nachgekommen (von 40 € auf 60 € bzw. von 50 € auf 70 €)
  • Frist-Versäumnis für die Hauptuntersuchung um mehr als 4 Monate (Anhebung von 40 € auf 60 €)
  • Betriebsverbot bei Kraftfahrzeuge missachtet (von 40 € auf 60 € bzw. von 50 € auf 70 €)
  • Handyverbot (von 40 € auf 60 €)
  • Fahren ohne Begleitung als 17jährige(r) (von 50 € auf 70 €)
  • Verstoß gegen Kurvenlaufeigenschaften (von 50 € auf 60 €)
  • Verstoß gegen Vorschriften über die Stützlast (von 40 € auf 60 €)
  • Verstoß gegen die erforderliche Bereifung (von 50 € auf 60 €)

Wichtige Hinweise zum Thema Verwarnungsgeld: