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Autopannen: Fliegendes Warndreieck

06 August, 2010

Zu leichte Warndreiecke halten der Druck- oder Sogwelle eines vorbeifahrenden Lkws nicht stand.

Nur schwere und damit standfeste Warndreiecke sind sicher
Im Handel tauchen immer wieder Warndreiecke auf, die Leben gefährden und nicht schützen. "Besonders an Standfestigkeit mangelt es häufig", darauf weist Fabian Stahl hin, Experte für Lichttechnik bei TÜV Rheinland. "Zu leichte Warndreiecke halten der Druck- oder Sogwelle eines vorbeifahrenden Lkws nicht stand", weiß der Fachmann. Schwere Unfälle können die Folge sein.

Der Gesetzgeber verlangt nach der ECE-Regelung R 27 zwar umfangreiche Prüfungen, doch einige Hersteller bringen Produkte in Umlauf, die den zuvor vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigten Proben nicht entsprechen. Verbraucher sollten beim Kauf der Sicherheitsausrüstung deshalb genau hinschauen: Moderne Warndreiecke sind sowohl tagsüber als auch nachts gut sichtbar. Am Tag sorgt das fluoreszierende Orange für hohe Sichtbarkeit. Nachts dagegen spielen die Rückstrahlwerte der roten Reflektorleisten eine Rolle für die Erkennbarkeit.

Auch die Standfestigkeit eines Warndreiecks checken die Experten im Windkanal. Neben alten standsicheren Ausführungsformen, die mehr als ein Kilogramm wiegen, sind heute konstruktiv gestaltete Warndreiecke erhältlich, die deutlich leichter sind. Leichte Warndreiecke ohne aerodynamische Anpassung werden bei Prüfungen im Windkanal als untauglich erkannt und das Kraftfahrt-Bundesamt als zuständige Behörde informiert.

Trotz Warndreieck und Schutzweste empfehlen die TÜV Rheinland Verkehrssicherheitsexperten das Auto bei einer Panne immer zu verlassen und hinter der Leitplanke auf Hilfe zu warten. "Auch bei schlechtem Wetter sollten Fahrer und Insassen abseits der Straße ausharren. Denn stehende Fahrzeuge sind auf Autobahnen und Fernstraßen besonders unfallgefährdet", weiß Fabian Stahl.
www.tuv.com


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