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Unfälle mit Wildtieren: Hohes Risiko bei roten Kreuzen

21 November, 2013

Gefährliche Situationen im Straßenverkehr gibt es im Herbst für Autofahrer öfter. Mit dem entsprechenden Verhalten sind Wildwechsel, Nebel und Straßenglätte jedoch beherrschbar. Ganz wesentlich bestimmt die gefahrene Geschwindigkeit das Risiko im Verkehr, denn je schneller wir unterwegs sind, desto weniger Zeit bleibt, um auf eine Gefahr zu reagieren. Zuletzt machte der bundesweite Blitzermarathon darauf

aufmerksam, besser auf die Einhaltung der vorgeschriebenen
Höchstgeschwindigkeit zu achten.
Massenkarambolagen bei Nebel hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Eine Hauptursache dafür war stets eine zu hohe, nicht angepasste Geschwindigkeit. So dürfen Verkehrsteilnehmer bei Sichtweiten von nur 50 Metern maximal 50 km/h schnell fahren. Und nur bei so einer dicken "Suppe" ist es erlaubt, die Nebelschlussleuchte anzuschalten. Wer sich mit der grellen Schlussleuchte bei besseren Sichtverhältnissen erwischen lässt, kann mit bis zu 35 Euro für das "Knöllchen" rechnen. Orientierungshilfe bieten die Leitpfosten am Straßenrand, die in der Regel einen Abstand von 50 Metern haben. Im Nebel ist jedoch auch ein zu geringer Abstand zum Vordermann besonders riskant: Etwas mehr Abstand erhöht die Sicherheit, weil mehr Zeit für Reaktionen bleibt.
Anders als die Nebelschlussleuchte dürfen die Nebelscheinwerfer vorne auch bei erheblichen Sichtbehinderungen durch Nebel, Schneefall und Regen den Weg besser ausleuchten. Bei normalen Sichtverhältnissen sollten die Nebelscheinwerfer nicht eingeschaltet sein. Es droht ein Verwarnungsgeld von 35 Euro. Zunächst aber muss das Abblendlicht angeschaltet sein, Tagfahrlicht reicht nicht. Wer sich ohne richtiges Licht erwischen lässt, kann mit 40 Euro Bußgeld und drei Punkten in der Verkehrssünderkartei belegt werden.
Zu den besonderen Risiken im Herbst zählen Wildwechsel. Immer häufiger finden sich am Rand von Landstraßen rote Holzkreuze, die Stellen markieren, an denen Tiere Verkehrsunfälle verursachten. Autofahrer sollten dort in morgendlicher und abendlicher Dämmerung besonders aufmerksam und vorsichtig unterwegs sein. Die Augen von Wildtieren am Straßenrand reflektieren oft im Scheinwerferlicht und erfordern schnelle Reaktionen: vom Gas gehen, hupen und bremsbereit sein.
Der Bremsweg kann jedoch im Zweifelsfall deutlich länger als gewohnt ausfallen, etwa wenn durch Nässe, Raureif oder Laub der Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn verringert wird. Dann ist es schlicht rutschig. Auf solchen Straßen bieten gute Winterreifen deutlich mehr Sicherheit als Sommerreifen. Informationen über die Qualität von Winterpneus liefern einschlägige Warentests, beispielsweise in Fachzeitschriften. Die Risiken von zu hoher Geschwindigkeit und zu geringem Abstand können die Reifen jedoch nicht ausgleichen. mid/ld


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