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Straßenverkehrsunfälle in Europa: Ganze Kleinstadt ausgelöscht

11 April, 2018

Die Zahl der tödlichen Straßenverkehrsunfälle in Europa ist zwar im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, aber

immer noch viel zu hoch.
2017 kamen in den Staaten der Europäischen Gemeinschaft 25 300 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben – das waren 300 weniger als 2016 und ein Rückgang um zwei Prozent sowie 6200 weniger als 2010 (Rückgang 20 Prozent). Mit durchschnittlich 49 Straßenverkehrstoten je eine Million Einwohner sind Europas Straßen dennoch nach wie vor die sichersten weltweit.

Die wenigsten Verkehrstoten waren in Schweden mit 25 je Million Einwohner zu beklagen, mit der höchsten Zahl von 96 Verkehrstoten je eine Million Einwohner schnitt Rumäniens Bilanz am schlechtesten ab. Die größten Fortschritte machte Estland, wo die Zahl um 32 Prozent innerhalb eines Jahres abnahm. Deutschland verzeichnet 38 Verkehrstote je eine Million Einwohner, was einen Rückgang im vergangenen Jahr um ein Prozent im Vergleich zu 2016 bedeutet. Insgesamt ist die Entwicklung in Europa zwar ermutigend, doch das erklärte Ziel der EU, die Anzahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, liegt in weiter Ferne.

Von den tödlichen Unfällen und Verletzten im Straßenverkehr sind nicht nur die Opfer, sondern auch die Gesellschaft insgesamt betroffen, der volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 120 Milliarden Euro pro Jahr entstehen. Daher müssen alle Beteiligten einen neuen Anlauf unternehmen, um die Straßen sicherer zu machen. Während die tagtägliche Durchsetzung der Vorschriften und die Sensibilisierung überwiegend von den nationalen und lokalen Stellen erledigt wird, arbeitet die EU-Kommission derzeit an einer Reihe von Maßnahmen, um Anreize für weitere deutliche Fortschritte zu schaffen. Der neue Rechtsrahmen für die Jahre 2020 bis 2030 soll die europäischen Vorschriften für die Fahrzeugsicherheit und das Sicherheitsmanagement von Infrastrukturen weiter entwickeln und eine Initiative für den sicheren Übergang zu einer kooperativen, vernetzten und autonomen Mobilität bilden. Einzelheiten dazu will Brüssel noch in diesem Frühjahr vorlegen.

Die für den Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc erklärte: „Im letzten Jahr verloren 25 300 Menschen auf unseren Straßen ihr Leben, noch mehr erlitten Verletzungen, die ihr ganzes Leben veränderten. Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele leid- und schmerzvolle Geschichten. Die Verantwortung für die Straßenverkehrssicherheit wird natürlich gemeinsam mit den Mitgliedstaaten wahrgenommen, doch ich glaube, dass die EU noch mehr tun kann, um die Europäerinnen und Europäer besser zu schützen.“ ampnet/hrr


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