Der erste Schultag: Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste
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Der erste Schultag: Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste

06 August, 2018

In wenigen Tagen enden in einigen Bundesländern die Sommerferien. Damit nehmen wieder mehr Kinder zu den Stoßzeiten

am Straßenverkehr teil. Besonders gefährdet sind Schulkinder, die allein zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, lehrt uns die Unfallstatistik. Für Eltern lohnt sich daher die kritische Überlegung, ob der kürzeste Weg wirklich der sicherste ist.

Gerade das Überqueren von verkehrsreichen Straßen und Kreuzungen stellt für die jüngsten Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung dar. Hier sollten immer Fußgängerüberwege gesucht und Ampeln genutzt werden. Wo dies nicht möglich ist, sollte das Überqueren von Straßen nur in gut einsehbaren Bereichen geschehen. Denn wegen ihrer kleineren Silhouetten sollen Autofahrer die Chance haben, Kinder möglichst früh erkennen zu können. Außerdem haben Kinder an übersichtlichen Stellen die besseren Möglichkeiten, die Situation richtig einzuschätzen. Parkende Autos, Müllcontainer am Straßenrand und Busse des Nahverkehrs sollten bei Autofahrern in diesen Zeiten als Warnsignal verstanden werden.

Eltern sollten die letzten schulfreien Tage dazu nutzen, den Weg zur Schule und zurück mit ihren Sprösslingen zu üben. Das funktioniert am besten zu den Zeiten, an denen die Kinder auch ihren Schulweg bewältigen müssen. „Dabei ist es gerade für Erstklässler wichtig, dass ihnen die direkten Gefahren im Straßenverkehr genau erklärt werden und auf kritische Gefahrenstellen des Schulwegs besonders hingewiesen wird“, rät Torsten Hesse, ein Experte vom TÜV Thürigen. Auf keinen Fall komme es auf eine Rekordzeit an. „Ein kleiner Umweg erweist sich manchmal als weniger gefährlich“, meint der Verkehrsexperte.

Eltern müssen ihren Kindern aber auch die Zeit verschaffen, die sie brauchen, um in Ruhe und sicher zur Schule zu gelangen. Das Verlassen der Wohnung „auf den letzten Drücker“ erhöht die Gefahr gewaltig. Zeitdruck ist gefährlich, Übermut nach Schulschluss aber auch. Leichtsinnsunfälle beim Überqueren der Straße häufen sich besonders in den frühen Nachmittagsstunden.

Viele Schüler sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Auch hier lauern Gefahren, vor allem beim Ein- und Aussteigen. „Das Benutzen von Bussen und Bahnen sollte speziell Erstklässlern nicht gleich allein zugemutet werden“, empfiehlt Torsten Hesse.

Schulkinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten den Weg ganz genau kennen und sicher mit ihrem Fahrrad umgehen können. Ein verkehrssicheres Rad und ein Fahrradhelm sind hoffentlich für Kind und Eltern selbstverständlich. ampnet/Sm


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