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Ihr Reifenzustand war Schuld an einem Unfall – Mit was müssen Sie rechnen?

Ist der Reifenzustand ursächlich an einem Unfall Schuld, drohen Bußgelder in Höhe von 110 Euro für den

Halter des Fahrzeugs sowie 75 Euro für den Fahrer; davor warnt die GTÜ. Das gelte auch, wenn die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe noch nicht unterschritten sei. Neben regelmäßiger Kontrolle des Fülldrucks ist daher auch ein Blick auf die Profiltiefe und das Reifenalter wichtig. So empfehlen die Experten der Prüforganisation, bei jeder zweiten Tankfüllung den Luftdruck zu checken und bei Bedarf an die aktuelle Beladung anzupassen.
Schnell erledigt ist auch die Kontrolle der Profiltiefe: An der Reifenflanke weisen die Buchstaben TWI auf kleine Erhebungen in den Profilrillen hin, die exakt 1,6 Millimeter hoch sind. Spätestens wenn diese bündig mit der Lauffläche sind, müssen die Reifen ausgetauscht werden, besser jedoch schon bei drei Millimetern Restprofiltiefe. Bereits ab dieser Grenze ist die Gefahr von Aquaplaning erheblich vergrößert. Dieser Wert lässt sich mit einer ein-Euro-Münze einfach ermitteln: Wenn der Goldrand des Geldstücks noch komplett in der Profilrille versinkt, bestehen noch genügend Reserven.
Ein weiteres Kriterium ist das Reifenalter, erkennbar an einer vierstelligen Zahl auf der Flanke des Pneus. Sie gibt das Produktionsdatum des Reifens an, bespielsweise steht „2312“ für die 23. Kalenderwoche des Jahres 2012. Bis zu fünf Jahre alte Reifen dürfen übrigens als Neureifen verkauft werden. Kunden sollten besser nur höchstens zwei Jahre alte Gummis kaufen, denn die entsprechen wahrscheinlicher dem aktuellsten Typ und leisten mehr. Andernfalls sollte über Preisabschläge verhandelt werden. Das könnten auch Gebrauchtwagenkäufer mit Blick auf das Herstellungsdatum der Pneus machen, rät die GTÜ. Bei Anhängern mit einer 100 km/h-Zulassung dürfen die Reifen indes nicht älter als sechs Jahre sein.
Reifen altern trotz der im Gummi vorhandenen Alterungsschutzmittel durch den Kontakt mit Sauerstoff und durch Sonneneinstrahlung. Sie können dann hart, spröde und rissig werden. Reifen werden daher am besten kühl, trocken und im Dunkeln gelagert. Im Urlaub kann es Sinn machen, die Reifen des Wohnmobils oder Wohnwagens vor intensiver Sonneneinstrahlung mit Tüchern oder Pappen zu schützen. An solchen, oft nur gelegentlich genutzten und über Wochen stehenden Fahrzeugen lassen sich oft Risse durch vorzeitige Alterung erkennen. Hier wird ein Austausch nach spätestens acht Jahren empfohlen, selbst wenn noch längst keine kritisch geringe Profiltiefe erreicht ist. ld/mid


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