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Straßenverkehrssicherheit: Verkehrsunfälle gehören ins Museum

Keine tödlichen Unfälle mehr, noch nicht einmal Blechschäden: Diese Vision vom unfallfreien Straßenverkehr soll schon bald Wirklichkeit werden. Die Zukunft der Straßenverkehrssicherheit

liegt in der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander. In Echtzeit vor Unfällen warnen, Staus umfahren, Reisezeiten verkürzen und damit Umwelt-Ressourcen sparen – das ist die Zauberformel der Zukunft. „Unsere Unternehmen entwickeln die sichersten und zugleich effizientesten Fahrzeuge“, sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), bei der Eröffnung des 16. Technischen Kongresses des VDA auf dem Messegelände in Hannover. Dort diskutierten Automobilhersteller, Zulieferer, Wissenschaft und Politik über Fahrzeugsicherheit und Elektronik, über Umwelt, Energie und Elektromobilität. In einem Punkt sind sich alle ganz schnell einig: „Verkehrsunfälle gehören ins Museum.“
Die deutsche Automobilindustrie investiere pro Jahr etwa 17,4 Milliarden Euro am Standort Deutschland, erklärte Wissmann und betonte: „Seit 2009 wurden die Aufwendungen im Inland jährlich um eine Milliarde Euro erhöht.“ Die Automobilindustrie sei die innovativste Branche, was sich besonders im Bereich der Effizienzsteigerung zeige. In nicht allzu ferner Zukunft seien aber auch die Grenzen möglicher Einsparpotenziale erreicht. „Mit immer neuen Reduktionszielen gefährden wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie“, warnt Wissmann mit Blick auf die europäische Politik.
Mit Blick auf die Elektromobilität erklärte der Verbandspräsident, dass die Nationale Plattform Elektromobilität vorgeschlagen habe, Sonderabschreibungen für Unternehmen zu ermöglichen, die E-Mobile als Firmenwagen anschaffen. „Wenn diese gewerblichen Fahrzeuge erst mal auf der Straße sind, wird auch die private Nachfrage schnell steigen“, sagte Wissmann.
Neben Wissmann sprach auch Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Er betonte den Aspekt der Verschmelzung von Automobil und digitaler Welt: „Die Digitalisierung wird revolutionäre Folgen für das Automobil und unsere Branche als Ganzes haben. Deutschland muss auch bei dieser Zukunftstechnologie eine Führungsrolle übernehmen.“ Dr. Elmar Degenhart als Vorstandsvorsitzender der Continental AG stellte das Thema Sicherheit bei seinem Heimspiel in den Mittelpunkt. „Verkehrsunfälle gehören ins Museum. Das ist keine Utopie mehr“, sagte der Chef des Zulieferes. mid/ld


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