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Zahl der MPU-Beratungsstellen verdoppelt

Die meisten Alkoholunfälle mit Personenschaden auf Deutschlands Straßen passieren – gemessen an der Einwohnerzahl – in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland.

Doch die betroffenen Bundesländer ziehen bei der erforderlichen Bereitstellung von Einrichtungen zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) daraus offenbar unterschiedliche Konsequenzen. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Auto Club Europa (ACE) anlässlich einer Tagung von Verkehrsrechtsexperten heute (26.6.2009) in Trier vorgelegt hat.

Während Mecklenburg-Vorpommern mit neun MPU-Einrichtungen inzwischen über ein relativ dichtes Netz von Begutachtungsstellen verfügt, landet das Saarland bei der Versorgung mit derartigen Begutachtungsstellen von allen 16 Bundesländern auf dem letzten Platz. An der Saar kommen mit lediglich zwei Begutachtungsstellen mehr als eine halbe Million Einwohner auf eine einzige Einrichtung.

Nach Darstellung des ACE hat sich die Zahl der staatlich lizenzierten MPU-Begutachtungsstellen in den vergangenen zehn Jahren mit jetzt 259 Einrichtungen bundesweit mehr als verdoppelt, während gleichzeitig die Zahl der polizeilich festgestellten Alkoholverstöße von 230 800 (2001) auf 190 000 (2008) zurückgegangen ist. Bundesweit wurden auch deutlich weniger MPU-Gutachten ausgestellt, die sich speziell Alkoholsündern widmeten; 2001 waren es in dieser Kategorie noch 81 160, im Jahr 2007 wurden lediglich 61.293 solcher Testverfahren gezählt. Alkoholisierte Unfallverursacher beispielsweise müssen sich zur Wiedererlangung ihrer Fahrerlaubnis einer MPU unterziehen, die im Volksmund gewöhnlich Idiotentest genannt wird.

Alle Infos zur MPU finden Sie hier:

MPU


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