Autofahrende müssen sich am letzten Mai-Wochenende (29. bis 31. Mai 2026) auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen.
Zwar ist kein Feiertag, doch die Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg sorgen nach Einschätzung des Autoclubs ADAC für ein hohes Reiseaufkommen in Richtung Alpen, Österreich, Italien, Kroatien und Südfrankreich. Auch die Nord- und Ostseeküsten sowie die Verbindungen nach Polen und in die Niederlande dürften stark belastet sein.
Zusätzliche Verzögerungen drohen durch die rund 1.000 Autobahnbaustellen in Deutschland.
Folgende Strecken sind besonders staugefährdet:
– A 1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
– A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
– A 3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt, Linz – Passau
– A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
– A 5 Karlsruhe – Basel; Kassel – Frankfurt
– A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
– A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
– A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
– A 9 Berlin – Halle/Leipzig
– A 10 Berliner Ring
– A 99 Autobahnring München
Besonders kritisch dürfte die Lage am Freitag werden. Der Autoclub ADAC rechnet bereits ab Mittag mit dichtem Verkehr und langen Staus bis in die Abendstunden. Zusätzlich könnten Urlauber ihre Reise vorziehen, um einer besonderen Verkehrseinschränkung am Samstag zu entgehen. Die Brennerautobahn A 13 wird am 30. Mai von 11 bis 19 Uhr aufgrund einer Demonstration vollständig gesperrt. Auch die Brennerbundesstraße B 182 und die Landesstraße L 38 sind betroffen, so dass keine Ausweichmöglichkeiten bestehen. Damit ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Richtung Italien und vieler Urlaubsregionen, wie etwa dem Gardasee, zeitweise blockiert. Rückstaus auf den Zubringerstrecken in Österreich und Süddeutschland sowie auf der Route in Italien Richtung Norden sind wahrscheinlich. Der Automobilclub ADAC empfiehlt, die An- und Abreise über die Brennerroute am Samstag unbedingt zu vermeiden. Da viele Reisende ihre Fahrt vermutlich verschieben werden, wird auch am Sonntag mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in Richtung Süden gerechnet.
In Österreich verschärfen weitere Einschränkungen die Situation: Auf der Tiroler Inntalautobahn A 12 wird vor und nach dem Wochenende erneut eine Blockabfertigung eingerichtet (28. 5. und 1.6.). Zudem gibt es an zahlreichen Ausweichstrecken Abfahrtssperren, genau wie auf der Tauernautobahn A 10. Neben der Brennerroute werden in Österreich auch andere Transitstrecken belastet sein. Darunter die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Gotthard- und San-Bernardino-Route in der Schweiz.
Reisende sollten bei der Rückreise nach Deutschland zudem mögliche Wartezeiten an den Grenzen einkalkulieren. Insbesondere bei der Einreise kann es aufgrund von Grenzkontrollen zu Verzögerungen kommen. ampnet/aum
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