Fahrverbot

Alle Infos rund ums Fahrverbot

In unserem Bußgeldkatalog erhalten Sie alle Informationen zum Thema Fahrverbot, wie z. B. Gründe für den Führerscheinentzug, Dauer eines Fahrverbotes oder Anordnung der MPU.

Fahrverbot:

Im Regelfall wird ein Fahrverbot für eins bis sechs Monate ausgesprochen. Dabei wird der Führerschein bei einer Polizeiwache oder einer Verwaltungsbehörde abgegeben und nach Ablauf des Fahrverbotes kann man sich den Führerschein wieder abholen.

Es gibt natürlich auch generelle Fahrverbote, an die man sich halten muss:

  1. Sonntagsfahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen in Deutschland und für über 3,5 Tonnen in der Schweiz.
  2. Wochenendfahrverbot für Lkw in Österreich. Dies gilt jedoch nur für Samstag und Sonntag.
  3. Fahrverbot in Umweltzonen in Deutschland, meist sind das Bereiche einer Stadt, die besonders stark mit Feinstaub belastet sind. Hier dürfen in der Regel nur noch Kraftfahrzeuge der Schadstoffgruppe 4 fahren. Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1, 2 und 3 dürfen nicht mehr in den ausgewiesenen Umweltzonen fahren.

Führerscheinentzug - Entziehung der Fahrerlaubnis:

Als Nachweis, dass man in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, erhält man den Führerschein. Wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen, bedeutet dass, Ihr Führerschein wird eingezogen und ist somit ungültig.

Es kann beispielsweise folgende Gründe für die Entziehung der Fahrerlaubnis geben:

  • Fahren trotz Drogen- oder Alkoholkonsums
  • Unfallflucht oder Straßengefährdung
  • Punkte in Flensburg (bei 8 oder mehr Punkten oder bei Verweigerung einer angeordneten Teilnahme an einem Aufbauseminar)
  • Körperliche Gebrechen, die nicht durch technische Unterstützung ausgeglichen werden können (z.B. Blindheit auf einem Auge oder Taubheit)
  • Altersbedingte Fahrunfähigkeit

Wenn die zuständige Verwaltungsbehörde an der Fahrtüchtigkeit einer Person zweifelt, wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung, auch so genannt MPU, angeordnet. Sollte man diese Untersuchung verweigern, wird allein deswegen die Fahrerlaubnis entzogen.

Wurde die Fahrerlaubnis durch das Gericht oder einer Verwaltungsbehörde entzogen, ist Ihr Führerschein ungültig. Nach Ablauf der Sperrfristen kann die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragt werden. Entsprechende Antragsformulare gibt es bei der Stadt oder beim Landratsamt in der Abteilung „Führerscheinstelle“.

In folgenden Fällen werden zusätzliche Auflagen sowie eine medizinisch-psychologische Untersuchung - MPU - angeordnet:

  • der Betroffene führte ein Fahrzeug wiederholt trotz Alkoholkonsums und fiel deshalb auf (dies gilt in der Regel auch, wenn man als Radfahrer oder Fußgänger auffällt)
  • der Betroffene führte ein Fahrzeug mit 1,6 Promille oder mehr
  • bei Alkohol- oder Drogenabhängigkeit muss der Nachweis einer erfolgreichen Entziehungskur nachgewiesen werden. Es bedarf hierzu mindestens 1 Jahr Abstinenz sowie ein positives Gutachten eines Facharztes mit verkehrsmedizinischer Qualifikation.

Wenn Ihnen die Fahrerlaubnis länger als zwei Jahre entzogen wurde, sind Sie verpflichtet, eine neue theoretische und praktische Prüfung abzulegen.

Der Besuch der Fahrschule ist dazu notwendig.

Alle Angaben ohne Gewähr

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